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Süchtig nach Onlinekursen

Süchtig nach Onlinekursen

Es passt gerade nicht, weil die Kinder zu viel Aufmerksamkeit fordern oder der Job nicht genügend Spielraum für ein berufsbegleitendes Studium lässt. Oder das Seminar ist zu teuer und die Kosten für Anreise und Übernachtung machen es vollkommen unerschwinglich. Solche und ähnliche Antworten bekomme ich häufig, wenn ich Frauen frage, ob sie sich durch eine Weiterbildung neue Jobchancen erschließen wollen. Und so verständlich diese Bedenken auch sind, gelten viele davon heute nur noch sehr eingeschränkt. Schließlich leben wir in einer Zeit, in der es hervorragende Weiterbildungsangebote im Internet gibt, die sich von jedem Ort und zu jeder Tageszeit absolvieren lassen – vom Laptop aus und häufig sogar mit dem Smartphone. Noch dazu sind sie sehr viel günstiger als die klassischen Vorort-Seminare und lassen sich oftmals in kleinen Einheiten absolvieren. Das angebotene Spektrum ist breit und reicht vom Lernen von Fremdsprachen über Zukunftsthemen wie Programmiersprachen und künstliche Intelligenz bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung. Zudem bin ich mir ganz sicher: Wer die ersten Vorbehalte gegen die vermeintlich unpersönliche Wissensvermittlung abgelegt hat, findet das Onlinelernen durchaus attraktiv und motivierend. Es gibt sogar Teilnehmer, die erklären, von gut aufbereiteten Kursen regelrecht süchtig zu werden und das nächste Level erreichen zu wollen. Zudem schwärmen sie davon, zum Beispiel bei Wartezeiten am Flughafen oder später am Abend noch ein halbes Stündchen lernen zu können. Oftmals sind die einzelnen Lernsequenzen so kurzgehalten, dass sie hervorragend in solche Zwischenräume passen.

Um weiteren möglichen Einwänden vorzugreifen: Natürlich muss man aufpassen, dass man nicht auf ein Blenderangebot mit hohen Kosten und wenig Erkenntnisgewinn hereinfällt. Aber wir können uns ja schließlich über die Referenzen eines Anbieters informieren, ebenso wie über den Preis. Ein besonderer Luxus ist es natürlich, wenn der eigene Arbeitgeber eine Vorauswahl trifft, sich an den Kosten für die Weiterbildung beteiligt oder die Teilnehmer für die dafür benötigte Zeit freistellt. Auf jeden Fall lohnt es sich, mit dem Chef darüber zu sprechen – denn schließlich profitiert auch die Firma. Und auch die Unternehmen selbst entdecken zunehmend Onlinekurse von bekannten Lernplattformen wie Udacity, Udemy oder LinkedIn Learning als Möglichkeit, ihre Mitarbeiter auf neue zukunftsweisende Einsatzgebiete in den Bereichen Digitalisierung, Robotik und künstliche Intelligenz vorzubereiten. Denn mit Online-Lektionen können sie Tausende von Mitarbeitern kostengünstig und nahezu an jedem Ort der Erde erreichen.

Aber auch wenn der Arbeitgeber sich nicht so fortschrittlich zeigt, ist dies kein Grund, auf die Chancen der digitalen Weiterbildung zu verzichten, von denen ich eine noch gar nicht genannt habe. So lassen sich viele große Vordenker, deren Vorträge früher unerschwinglich waren, nun sehr viel günstiger online erleben. Natürlich ist das nicht dasselbe wie live und auch Präsenzseminare werden immer ihre Berechtigung haben, allein schon aufgrund der Möglichkeit zur direkten und persönlichen Interaktion. Aber auch auf dem virtuellen Weg bleibt noch sehr viel Inspiration übrig. Probieren Sie es aus! Und nutzen sie das Angebot von sich aus, um in zukunftsweisende Bereiche hineinzuschnuppern – ob Big Data, Robotik oder künstliche Intelligenz. Das sind Themen, die immer mehr Bereiche unseres Arbeitslebens betreffen werden und vor denen gerade wir Frauen eher zurückschrecken als unsere männlichen Kollegen. Ich bin mir sicher: Wer hier up to date ist, hat künftig die Nase vorn.

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