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Sigrid Meuselbach - Kolumne Gastwirtschaft der Frankfurter Rundschau

Kolumne "Gastwirtschaft"

in der Frankfurter Rundschau - www.fr-online.de

Schutzräume für Mädchen in der Schule sind eine gute Idee

Getrenntes Lernen in der Schule kann helfen, um die Ungleichheit bei Gehältern und die unfaire Verteilung von Chefposten in der Wirtschaft zu beseitigen.

Das Private ist politisch – das gilt auch schon für Schulkinder. Eine vom „Spiegel“ zitierte Erhebung zeigt: 39 Prozent der Jungen interessieren sich für Computerspiele, 20 Prozent für Technik. Von den Mädchen finden das nur 17 und drei Prozent spannend. Sie beschäftigen sich lieber mit Tieren, Kleidung oder Büchern. Tiefe Gräben also zwischen den Geschlechtern.

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Das ist doch ein Mädchen!

In seiner Schulzeit mochte der Comic-Zeichner Damian Alexander weibliche Heldinnen.

Die Lieblingsfigur des jungen Künstlers aus Boston war Matilda aus dem gleichnamigen Buch von Roald Dahl. „Sie war so schlau und ich konnte mich darin wiedererkennen, wie sie sich in ihrer Familie fehl am Platz gefühlt hat“, erklärt er in einem Interview mit dem Künstler-Portal Bored Panda. Ebenso bewunderte der kleine Damian Mary Poppins und Hermine aus Harry Potter. „Ich denke, das liegt daran, dass Mädchencharaktere dazu neigen, kreative Problemlösungen anstelle von tumber Gewalt einzusetzen, und das fand ich viel ansprechender“, verrät er. 

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„Down Girl“ von Kate Manne: Was Männer fordern und warum Frauen Schuldgefühle haben

„Down Girl“ von Kate Manne zeigt, wie Frauen in der Gesellschaft systematisch kleingehalten werden. Unsere Autorin Sigrid Meuselbach hat das Buch gelesen. Die Gastwirtschaft.

Nein, „Down Girl“ ist keine angesagte Netflix-Serie und auch kein Psychothriller auf der Bestsellerliste. Es ist das neueste Buch der amerikanischen Philosophin und Genderforscherin Kate Manne, das jetzt auch auf Deutsch vorliegt. Darin befasst sie sich mit dem gesellschaftlichen Missstand der Misogynie (griechisch für Frauenhass) – ein sperriges Wort, das in Deutschland nur selten verwendet wird, mir selbst schwer über die Lippen geht und bedrohliche Assoziationen weckt.

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Öfter loben!

Sigrid Meuselbach schreibt in der Gastwirtschaft über Astronautinnen und Spitzenväter.

Eine Frau fliegt ins Weltall und ihr Mann bekommt einen Preis als „Spitzenvater des Jahres“, weil er sich für ein Jahr Elternzeit nimmt, um ihr die Vorbereitung für diesen ungewöhnlichen Flug zu ermöglichen. Auf den ersten Blick scheint hier etwas schiefzulaufen; ist ihre Leistung doch viel größer als seine. Und so gab es viel Kritik an der Auszeichnung des dreifachen Familienvaters.

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